Ich bekam gestern einen Gruss ausgerichtet von einer Person, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen habe. Damals ist sie weggezogen, und nun hörte ich, dass sie sich an ihrem neuen Heimatort richtig wohlfühlt. „Wie schön“, dachte ich. Vielleicht sollte ich mich wieder einmal bei ihr melden.
Gute Nachrichten in meinem Leben sind oft leise.
Dass meine Kinder trotz aller Alltagsgeschichten ihren Weg finden.
Dass es meinen Freunden gut geht, auch wenn das Leben sie fordert.
Dass die Wetterprognose für diese Woche Sonnenschein voraussagt.
Dass es Menschen gibt, die sich für wichtige Ziele einsetzen.
Letztens habe ich eine Sendung gesehen, in der zwei junge Frauen über Feminismus gesprochen haben und wie sie ihn leben. Für mich war das sehr eindrücklich, weil sie nicht im Kampfmodus waren, sondern – anders als die Frauen früher, die für vieles gekämpft haben, was für uns heute selbstverständlich ist – sehr selbstbewusst, verbindend und mit klarem Bewusstsein für ihre Möglichkeiten und Grenzen argumentierten. Danke dafür. Eine gute Nachricht ist für mich, wenn genau das normal wird.
Für mich ist es auch die Erkenntnis, dass ich nicht mehr dort stehe, wo ich vor einem Jahr stand. Dass ich Dinge heute ruhiger sehe, die mich früher aus der Bahn geworfen hätten. Dass ich gelernt habe, mir und anderen mehr zu vertrauen. Dass ich weiss, wie wichtig es ist, am selben Strick zu ziehen – und dass immer mehr Menschen in meinem Umfeld das auch leben.
Eine gute Nachricht ist für mich: Ich halte durch. Ich entwickle mich. Ich gebe nicht auf.
Manchmal bedeutet es einfach, morgens aufzuwachen und zu merken: Es fühlt sich leichter an. Ich bin klarer. Stärker. Näher bei mir selbst.
Keine grossen Schlagzeilen. Aber echte Fortschritte.
Und was sind deine guten Nachrichten?
Herzliche Grüsse
Nicole 🌸
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